Anwendungsgebiet - Fokus & Meditation

Matcha und der Alphazustand

Die kombinierte Wirkung von L-Theanin und Koffein, der sogenannte Zen-Effekt, versetzt unser Gehirn in den Alphazustand. Mit diesem Gehirnwellenmuster beschreibt man das Gefühl des „Wachseins“ bei gleichzeitiger Entspannung. Im Gegensatz zu Kaffee, welcher durch das Koffein vorwiegend anregend und dabei auch gleichzeitig aufregend wirkt, gleicht sich beim Matcha dieser Effekt durch das parallele Vorhandensein von Koffein und L-Theanin aus.

Die Kombination aus L-Theanin und Koffein realisiert den beruhigenden und zugleich erfrischenden Effekt des Matcha Tee. Die Aminosäure L-Theanin ist allgemein für ihre beruhigende Wirkung bekannt. Aufgrund der aufputschenden Wirkung des Koffein ist dieser beruhigende Zustand aber von hoher geistiger Aktivität geprägt.

Während der menschliche Körper Koffein aus Kaffee relativ schnell aufnimmt, wird das im Grüntee enthaltene Koffein nur langsam durch die Darmschleimhaut aufgeschlossen. Entscheidend ist hier die Bindung an sogenannte Polyphenole. Die pflanzlichen Bitterstoffe sind im Matcha Tee in großer Anzahl enthalten und strecken seine erfrischende Wirkung in die Länge.

Eine Studie aus 2011 hierzu belegt die oben erwähnte These: Probanden wurden in dieser doppelblinden, placebo-kontrollierten Crossoverstudie vor und nach der Einnahme von 300mg EGCG mit einem EEG (Elektroenzephalogramm) gemessen. Bei der aktiven Gruppe zeigte sich 2 Stunden nach Einnahme des Wirkstoffes im Vergleich zur Placebogruppe eine erhebliche Steigerung der Gehirnaktivität in allen Wellenbereichen (Alpha, Beta, Delta und Theta) bei gleichzeitiger eigens eingeschätzter Verbesserung der inneren Ruhe und gefühlter Stressreduktion.